Niche Beauty
Zwei Adventskalender. Ein Countdown.
Ready for the big reveal?

25 QUESTIONS WITH 25SEVEN

25 Fragen, zwei Skincare-Expertinnen und klare Meinungen.

by Kathrin Käsemann

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Was passiert, wenn medizinische Expertise auf biochemisches Know-how trifft – und zwei Freundinnen beschließen, gemeinsam Skincare zu entwickeln? Bei 25SEVEN verdammt viel. Hinter der Brand stehen Ärztin Sophia und Biochemikerin Sarah, die Skincare nicht einfach nur lieben, sondern vor allem verstehen wollen.

Wir haben mit den beiden über überforderte Haut, überschätzte Wirkstoffe, tägliche SPF-Pflicht und ihren neuesten Launch LUCID SILK gesprochen – und natürlich darüber, wer von beiden bei einer neuen Produktidee Feuer und Flamme ist und wer erst mal die Timeline crasht...

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FIRST THINGS FIRST


1. Sophia, Sarah: Beschreibt euch gegenseitig in drei Worten.
Sarah über Sophia: Zielstrebig, ehrgeizig, witzig.

Sophia über Sarah: Klug, fürsorglich, trocken-witzig ;)

2. Wer von euch ist bei einer neuen Produktidee zuerst Feuer und Flamme – und wer stellt die unangenehmen Fragen?
Sophia hat eine Produktidee, sieht sie direkt vor sich und will am liebsten morgen das neue Produkt im Badezimmer stehen haben. Sarah ist dann leider oft die Spielverderberin, die kritische Fragen stellt und die Timeline crasht. Aber genau deshalb ergänzen wir uns vermutlich so gut.

3. Ärztin trifft Biochemikerin: Bei welchem Skincare-Thema oder Trend seid ihr euch bis heute nicht einig?
Vermutlich am ehesten beim Thema Peelings: Sophia will am liebsten täglich peelen, Sarah bekommt bei dem Gedanken daran schon Periorale Dermatitis. Letztlich hängt die Anwendungshäufigkeit natürlich immer vom persönlichen Hautbedürfnis und dem verwendeten Produkt ab.

4. Was habt ihr durch die jeweils andere über Hautpflege gelernt?
Sophia: Ich habe viel von Sarah gelernt. Sie war schon ganz früh diejenige in unserem Freundeskreis, die sich richtig in Skincare und Wirkstoffe reingefuchst und Dinge nicht einfach geglaubt, sondern verstanden hat. Ich glaube, mein erstes Retinol hat mir sogar Sarah empfohlen. Eigentlich ziemlich lustig, wenn man bedenkt, wo wir heute stehen.

Sarah: Sophia kommt oft mit super speziellen Dermatologie-Insights um die Ecke. Das zeigt mir immer wieder, dass Skincare auch Grenzen hat. Oft versprechen sich Menschen von DEM einen Serum oder DER einen Creme so viel, als würde ein Produkt alle Hautprobleme lösen. Aber Hautgesundheit ist so viel mehr als das richtige Produkt.

5. Hand aufs Herz: Wie viele Skincare-Produkte stehen gerade in euren Badezimmern?
Sophia: Bei mir stehen seit Jahren fast immer die gleichen Produkte im Bad. Wenn ich eine Routine gefunden habe, die für mich funktioniert, bleibe ich ihr meistens treu. Ungefähr fünf Produkte – plus/minus zwei, wenn wir gerade neue Produkte für 25SEVEN testen.

Sarah: Zu viele, als dass ich sie jemals in diesem Leben aufbrauchen könnte. Aber in der Produktentwicklung gehört es quasi zu meinem Job, verschiedene Produkte und Texturen zu testen und Vergleichsprodukte zu recherchieren.

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THE DOCTOR IS IN


6. Was ist der eine Skincare-Fehler, den ihr ständig seht?
Ganz klar: keine Sonnencreme tragen. Wer mit Actives hantiert, aber keinen Sonnenschutz verwendet, kann sich das Geld für Skincare eigentlich sparen. UV-Strahlung bleibt einer der größten äußeren Einflüsse auf die Haut, ihre Struktur und Gesundheit.

7. Eine Kundin sagt: „Meine Haut spielt plötzlich verrückt.“ Was sollte sie als Erstes verändern?
Als Erstes würden wir die Routine auf das Minimum begrenzen. Wenn die Haut plötzlich gereizt ist, spannt, brennt oder gerötet reagiert, sollte alles pausiert werden, was zusätzlich irritieren könnte – vor allem Peelings und Actives wie Retinol.

Dann zurück zu den Basics: milde Reinigung und eine barrierestärkende Feuchtigkeitspflege. Häufig ist nicht das eine Produkt das Problem, sondern dass zu viele Wirkstoffe gleichzeitig verwendet werden oder die Haut schlicht überpflegt ist.

8. Welche drei Dinge braucht eine gute Routine wirklich?
Milde Reinigung, Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz. Wenn das steht, ist das Wichtigste gesetzt – dann können wir über Actives sprechen.

9. Welcher Wirkstoff wird aktuell überschätzt – und welcher bekommt noch immer zu wenig Aufmerksamkeit?
Wann immer „Trend-Wirkstoffe“ aufkommen, haben wir das Gefühl: Hier wird gehypt, ohne dass wirklich Evidenz da ist. Egal ob PDRN, Exosomen oder NAD+ – das klingt alles wahnsinnig spannend, liefert aber oft nicht ab. Ganz anders Azelainsäure, die noch immer nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient. Dabei ist sie ein unglaublich vielseitiger Wirkstoff, gerade bei Unreinheiten, Rötungen, Pigmentierungen oder Pickelmalen. Zudem ist sie für viele Hauttypen gut verträglich. Azelainsäure ist vielleicht weniger trendy, aber genau das mögen wir: Inhaltsstoffe, bei denen nicht der Hype, sondern die Evidenz überzeugt.

10. Retinoide, Vitamin C, Peptide, Säuren: Womit startet man, wenn man neu im Active Ingredients Game ist?
Idealerweise mit dem, was die eigene Haut am besten gebrauchen kann. Grundsätzlich würden wir vermutlich Retinoide oder Säuren auf die Eins setzen, weil beide Wirkstoffgruppen verschiedene Hautbedürfnisse adressieren und eine gut belegte Evidenz in Sachen Hauterneuerung haben.

11. Woran erkennt man, dass es Zeit für weniger statt mehr ist?
Immer dann, wenn die Haut Signale sendet, die vorher nicht da waren: plötzliches Brennen, Spannungsgefühl, Rötungen, Schuppung oder kleine Unreinheiten und Pusteln. Gerade wenn viele Produkte und Actives kombiniert werden, lohnt es sich, die Routine kritisch anzuschauen und erst einmal zurückzufahren. Ein extremes Beispiel für überforderte Haut ist die periorale Dermatitis – hier kann zu viel oder zu reichhaltige Pflege eine Rolle spielen. Für uns gilt deshalb: Wenn die Haut gestresst wirkt, ist das kein Zeichen dafür, dass ein Produkt wirkt. Lieber vereinfachen, beobachten und der Haut Zeit geben, sich zu beruhigen.

12. Welche Skincare-Regel befolgt ihr selbst ausnahmslos?
Sonnenschutz. Täglich!

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LET’S TALK LIPS


13. Euer neuester Launch ist LUCID SILK. Warum brauchte 25SEVEN unbedingt einen Lip Balm?
Ganz einfach: Weil wir selbst nirgends ohne Lippenpflege hingehen, daheim überall unsere liebsten Lip Products griffbereit verteilen und es das letzte Skincare-Produkt ist, das wir abends auftragen. Kurzum: Es dürfte wohl das Produkt sein, das wir am häufigsten verwenden. Außerdem sehen gepflegte Lippen immer schön aus – ganz ohne Lippenstift und Co.

14. Gerüchten zufolge hat euch die Entwicklung fast die Nerven gekostet. Was ist passiert?
Wir hatten ein sehr bestimmtes Bild davon, wie der Lip Balm werden sollte: nicht zu leicht, aber auch nicht zu sticky, sichtbar pflegend und ohne Geschmack. Eigentlich eine leichte Aufgabe - dachten wir (lachen). Unser Highlight in der Entwicklung: ein komplett verflüssigtes Produkt, das ungeplant aus der Tube schoss und sich damit direkt disqualifizierte. Aber auch über Geschmack ließ sich bei manchen Mustern streiten - im wahrsten Sinne des Wortes. Mal fand Sophia den Geschmack unerträglich und Sarah schmeckte nichts, mal genau andersherum.

15. Zweieinhalb Jahre Entwicklung für einen Lip Balm: Wann kam der Moment, an dem ihr dachtet: Jetzt ist er perfekt?
Als Sophia plötzlich eines unserer Muster komplett geleert hatte und meinte: „Was mache ich denn jetzt?! Das Muster ist leer, bekommen wir davon nochmal Nachschub?“ Spätestens da wussten wir: Das ist es. Wenn man immer wieder, ohne nachzudenken, zu einem Produkt greift und es wie selbstverständlich in den Alltag integriert, ist das für uns das ultimative Zeichen, dass es funktioniert.

16. Was muss ein wirklich guter Lip Balm aus wissenschaftlicher Sicht können – und welche Rolle spielen Sheabutter, Squalan, Hyaluronsäure und Peptide dabei?
Unsere Lippen sind besonders pflegebedürftig: Die Haut ist dort deutlich dünner und im Lippenrot fehlen unter anderem Talgdrüsen, die normalerweise Lipide produzieren und vor Feuchtigkeitsverlust schützen. Sheabutter und Squalan liefern Lipide und wirken rückfettend, Hyaluronsäure bindet Wasser und unterstützt die Hydratation, Peptid ergänzt die Formulierung als pflegende Komponente. So kombinieren wir Feuchtigkeit mit Lipiden und Schutz – genau das, was Lippen brauchen.

17. Lippenpflege-Sommelière Sophia: Woran erkennt man einen wirklich guten Lip Balm?
Das ist ein bisschen wie wenn man auf unbekannte Menschen trifft. In den ersten zehn Sekunden entscheidet sich schon, ob es passt. Man merkt vor allem zwei Dinge schnell: Fühlt er sich gut auf den Lippen an und mag ich den Geschmack? Aber to be honest: Ob ein Lip Balm wirklich performt, zeigt sich erst nach ein bis zwei Stunden. Wenn meine Lippen sich dann trockener anfühlen oder ich ständig nachlegen muss, ist er bei mir raus.

18. Sarah, was war dein persönlicher Non-Negotiable bei LUCID SILK?
Ich bin kein Fan von Duft- oder Geschmacksstoffen in Lippenpflege. Das ist natürlich individuell, aber aus rein hautphysiologischer Sicht haben beide keinen Pflegeeffekt. Viele Menschen reagieren zudem sensibel darauf – und wir wollten ein reizarmes Produkt schaffen, gerade für eine so sensible Stelle wie die Lippen.

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OFF DUTY


19. Das erste Beauty-Produkt, das ihr euch jemals selbst gekauft habt?
Sophia: Ein Gesichtsreinigungsbürstchen von Shiseido.

Sarah: Eine Feuchtigkeitscreme von Bebe. Ich glaube, das war damals einfach der Klassiker schlechthin.

20. Das teuerste Beauty-Treatment, bei dem ihr heute sagt: worth it – oder definitiv not worth it?
Sophia: Bei mir wäre es tatsächlich eine Hyaluron-Behandlung. Kein klassischer Filler, sondern eine Behandlung mit Hyaluronsäure, die für mich vor allem bei der Hautqualität und diesem frischen, prallen Hautgefühl einen Unterschied macht.

Sarah: HydraFacial – sorry to say, not worth it. Das Treatment ist toll für einen Soforteffekt oder wenn ein besonderer Anlass ansteht, macht nur leider nachhaltig nicht viel mit der Haut. Da bin ich eher Fan von klassischem Microneedling. Meiner Meinung nach eines der unterschätztesten Studio-Treatments überhaupt, weil es bei regelmäßiger Anwendung einen echten Effekt auf Haut und Hautstruktur haben kann.

21. Welche Beauty-Sünde begeht ihr selbst, obwohl ihr es eigentlich besser wisst?
Sophia: Ich übertreibe es manchmal mit Peelings. Ich weiß natürlich, dass mehr nicht automatisch mehr ist, erwische mich aber trotzdem dabei, sie wahrscheinlich etwas zu häufig zu benutzen. Also ja, auch ich mache manchmal too much, obwohl ich es besser weiß.

Sarah: Ich dusche viel zu heiß. Ich weiß, was das mit der Hautbarriere macht, aber gerade im Winter gibt es kaum etwas Schöneres nach einem Outdoor-Run. Deshalb werde ich das wahrscheinlich auch nicht mehr ändern.

22. Was findet man immer in euren Handtaschen?
Sophia: Spielzeug von meinem Sohn und unseren Lip Balm LUCID SILK.

Sarah: Neben dem üblichen Dreiklang aus Schlüssel, Geldbeutel und Handy: Sonnencreme und Lip Balm.

 


QUICK FIRE


23. Ein unterschätzter Wirkstoff?
Azelainsäure.

24. Ein überschätzter Wirkstoff?
NAD+.

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THE 25SEVEN ROUND


Zum Schluss drehen wir den Spieß um: Eine Frage von Sophia an Sarah – und eine von Sarah an Sophia.

25. SOPHIA ASKS SARAH
Sophia: Bei welchem Inhaltsstoff denkst du: viel Hype, wenig dahinter?

Sarah: Ganz klar NAD+. Dieser Co-Faktor ist für den Körper und viele seiner Stoffwechselfunktionen essenziell – ohne NAD+ geht nichts. Aber genau da beginnt für mich der Hype: Nur weil ein Molekül in unserer Zellbiologie unglaublich wichtig ist, heißt das noch lange nicht, dass es als Inhaltsstoff in einer Creme automatisch denselben Effekt hat. Entscheidend ist: Ist der Wirkstoff in der Formulierung stabil? Gelangt er überhaupt dorthin, wo er wirken soll? Spoiler: Nein, das geht über Skincare nicht. Und gibt es gute Daten, die einen relevanten Effekt zeigen?

BONUS: SARAH ASKS SOPHIA
Sarah: Welches Treatment würdest du mir niemals erlauben?

Sophia: Eine NAD+-Infusion würde ich dir verbieten. Klingt wahnsinnig fancy und nach Longevity, aber für das, was aktuell versprochen wird, ist mir die Datenlage einfach viel zu dünn. Überweis mir das Geld einfach direkt ;)

 
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